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Kurzfassung
 Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Anwendung, kritische Beurteilung und Weiterentwicklung von partizipativen Methoden der Mulitkriterienanalyse (MKA) für die Untersuchung ausgewählter Energieszenarien und einzelner Technologien für die Nutzung erneuerbarer Energien. Für die Multikriterienanalyse werden Kriterien aus den verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit (d.h. soziale, ökonomische, ökologische und institutionelle) zu Grunde gelegt.
Im Speziellen umfasst die Studie:
- Die Erstellung einer Evaluierungsmatrix für Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien und deren Bewertung im Hinblick auf soziale, ökologische und ökonomische Auswirkungen. Dies geschieht vor allem durch eigene Untersuchungen und die Einbeziehung bereits existierender Datenbanken und spezifischer Studien. Zur Entwicklung der Energieszenarien und auch für die Berücksichtigung erwarteter Energieträger-Substitutionen werden auch die Auswirkungen der Nutzung nicht-erneuerbarer (d.h. fossiler, nuklearer) Energieträger eingebunden. Der Fokus der Studie liegt einerseits auf der nationalen Ebene (Österreich) und andererseits auf der lokalen Ebene, wo spezifische lokale/regionale Bedingungen ebenfalls berücksichtig werden müssen (z.B. hinsichtlich der erwarteten Auswirkungen oder der Ressourcenausstattung).
- Die Untersuchung der sozialen Präferenzen erfolgt im Rahmen von je vier nationalen und lokalen Energieszenarien und mit Hilfe partizipativ gestalteter Prozesse.
- Die Anwendung und Beurteilung von Methoden der Multikriterienanalyse, sowie die Entwicklung von Verfahren, um verschiedene Energieszenarien auf der nationalen und lokalen Ebene unter Einbindung von Interessensvertretern (d.h. partizipativ) zu untersuchen.
Die wichtigsten Methoden, die im Rahmen von ARTEMIS zur Anwendung gelangen, sind: Lebenszyklusanalysen, Szenarienerstellung, Befragungen, ExpertInneninterviews, deliberative Partizipationsprozesse, Multikriterienanalysen, sowie zwei Fallstudien (auf nationaler bzw. lokaler Ebene).
ARTEMIS zeichnet sich vor allem durch zwei innovative Merkmale aus: (1) die systematische Untersuchung der sozialen Auswirkungen von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien; (2) den Vergleich ausgewählter Methoden der Multikriterienanalyse im Hinblick auf Ihre Nützlichkeit in einem partizipativen Kontext.
Folgende Haupt-Ergebnisse werden für die wissenschaftliche Gemeinschaft und für potenzielle Anwender erwartet:
(1) Eine Bewertungsmatrix und eine Methode zur Multikriterienanalyse (MKA), die auch im Anschluss an das Projekt (a) von politischen und anderen EntscheidungsträgerInnen auf verschiedenen Ebenen als Basis verwendet werden können, um unterschiedliche Energieszenarien zu untersuchen; (b) von politischen EntscheidungsträgerInnen dazu benutzt werden kann, um die Präferenzen von InteressensvertreterInnen in Bezug auf verschiedene Energieszenarien deutlich zu machen und in der Folge die Förderpolitiken für erneuerbare Energien entsprechend auszurichten; (c) zur Strukturierung und Unterstützung partizipativer (oder nicht-partizipativer) Entscheidungsprozesse in Bezug auf unterschiedliche Szenarien dienlich sein können.
(2) Der Forschungsansatz kann unmittelbar für andere (Energie-)Technologiebereiche übernommen werden.
(3) Weiters sollen aus dem Projekt generierte wissenschaftliche Artikel zu folgenden aktuellen Diskussionen beitragen: Konsultation und Partizipation der Öffentlichkeit; Beurteilung zukünftiger Energieszenarien sowie Nützlichkeit verschiedener Methoden der Multikriterienanalyse in einem partizipativen Ansatz.
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